Archive for the ‘ Gemüse ’ Category

Linsen und Räucherlachs-Terrine

mit leichter Tomatenvinaigrette

Dieses wunderbare Gericht bekam ich nur ein einziges Mal serviert, und zwar im Explora Hotel Salto Chico, Patagonien. Ich bin ein großer Anhänger der chilenischen und peruanischen Küche und kriege nie genug von Caldillo, Ceviche, Empanadas, Tamales oder Pachamanca. Meeresfrüchte und frischer Fisch aus dem Pazifik oder aus den klaren Gletscherseen Patagoniens gehören dort ganz selbstverständlich auf den Speisezettel. Sogar Pablo Neruda widmete der Küche Chiles eine Ode und machte sie auf diesem Weg unsterblich. Ich befinde mich also in allerbester Gesellschaft.

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Ratatouille mit gratiniertem Ziegenkäse

Seit dem wunderbaren und gleichnamigen Zeichentrickfilm aus dem Hause Pixar hat das geschmorte Gemüsegericht, das seinen Ursprung in Südfrankreich hat, eine große Renaissance erlebt. Das hier beschriebene Gericht ist an das “echte” Ratatouille lediglich angelehnt und wurde von mir so angepasst, dass es optimal zum Ziegenkäse passt. Der Sainte Maure, welcher im optimalen Reifezustand sehr ausgewogen und sowohl salzig als auch leicht säuerlich schmeckt und nach Walnüssen duftet, entpuppt sich als idealer Gegenspieler zum Gemüse.

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Daisy’s Grüne Sauce

Es bedarf ein wenig Mut, wenn man sich an Rezepte wie die (Frankfurter) Grüne Soße herantraut. Denn immer geht es dabei auch um Überlieferungen, Tradition und Regionalstolz. “Es kann nur eine Echte geben” tönt es vom Main und sogleich entbrennt die lebhafte Diskussion darüber, welche Kräuter denn nun für Goethe’s Lieblingsessen verwendet werden dürfen, und welche nicht. “Also Dill geht gar nicht” rümpfen manche die Nase. “Estragon hat absolut nichts in der grünen Soße verloren” tönen die anderen. Und so weiter. Auch über das Mengenverhältnis wird gerne debattiert. Und darüber, ob nun Mayonnaise rein darf, oder nicht. Fakt ist: Vorgänger der grünen Sauce sind in ganz Europa seit tausenden von Jahren bekannt. Bereits die alten Römer kannten sie (und die wiederum haben sie aus dem Orient übernommen). Und irgendwann waren es wohl die Hugenotten, die die “Sauce verte” aus Frankreich nach Hessen mitbrachten.

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Gebackener Knoblauch

Manchmal sind es die einfachen und puristischen Genüsse, die einem das allergrößte Vergnügen bereiten können. Für dieses Rezept benötigt man lediglich frischen und jungen Knoblauch (z.B. Ail Rose de Lautrec), Olivenöl und Fleur de Sel.

Ca. 10 Knoblauchzehen schälen und in Alufolie wickeln. In den auf 180°C. vorgeheizten Backofen geben und 20 Minuten backen.
Den leicht gebräunten Knoblauch auf einem Teller anrichten, mit bestem Olivenöl beträufeln und mit Fleur de Sel oder grobem Salz bestreuen. Fertig.

Dazu passt knuspriges Baguette und ein Glas kräftiger Weißwein, z.B. ein Sancerre oder ein Aligoté Blanc.

Milder Blumenkohl-Curry mit Kokos

Ein gemütlicher Sonntag vor dem Kamin. Zur Biografie von Steve Jobs gibt es Tee und Mandelgebäck. Am Abend koche ich einen Blumenkohl-Curry, der in 20 Minuten fertig ist: Frühlingszwiebel, Karottenwürfel, Knoblauch, Ingwerstückchen, Sesam und wilden Fenchel in Sesamöl und Kokosfett kurz anbraten bis der Knoblauch leicht bräunt. Blumenkohlröschen, Currypulver und Kurkuma dazugeben, anziehen lassen und dann mit Weißwein und Wasser ablöschen. 10 Minuten köcheln lassen bis die Flüssigkeit fast verdunstet ist. Mandeln, Kokosflocken, Petersilie, Koriander und Pinienkerne dazugeben, umrühren und servieren. Den Wein lassen wir wegen des kräftigen Currygeschmacks weg und trinken nur Mineralwasser. Zum Dessert gibt es Zitronensorbet und ein Glas Cidre.