Lobgesang auf eine kleine Metzgerei im Kraichgau, die ein wenig an das berühmte Dorf der Gallier erinnert, die hartnäckig Widerstand leisten… na, Sie wissen schon.

Die “Umsetzung der EU-Hygieneregeln im Fleischerhandwerk” – allein diese Bezeichnung erstickt jegliche Sinnlichkeit im Kern – bereitet den meisten Metzgern keine Schwierigkeiten: Sie ist schlicht zu aufwendig. Also verzichtet man darauf. Das Schlachten benötigt Platz, Zeit und bindet Kapital und Personal. Wer vor den einzelnen Arbeitsschritten wie Kennzeichnen, Betäuben, Entbluten, Enthaaren, Ausnehmen, Spalten, Protokollieren und Dokumentieren des Schlachtkörpers nicht zurückschreckt, dem gibt die EU Verordnung 853/2004 und die damit verbundene Anschaffung von tierschutzgerechten Betäubungsanlagen, Wascheinrichtungen, Desinfektionsanlagen und Sterilisationsbecken den Rest. Schlachthygiene ist schließlich ein ernstes Thema und wo kämen wir hin, wenn bei uns noch dem Borstenvieh im Hinterhof die Kehle aufgeschlitzt würde wie vor 1970? … Weiterlesen