Gegrillter Salat

Caesar’s Salat 2.0 

Obwohl diese Salatvariation schon seit einiger Zeit unter Hardcore BBQ-Fans weitergereicht wird, ist das Rezept bislang noch bei vielen Genießern und Feinschmeckern unbekannt. Die erste Frage ist stets die gleiche: „Kann man Salat denn überhaupt grillen?“ Und ob! Gegrillter Salat kann mit einer Vinaigrette, überbacken, oder – wie hier – mit einem Caesar-Salatdressing eine wahre Geschmacksexplosion sein. Besonders gut eignet sich dafür Romanasalat. Die Zubereitung ist nicht nur denkbar einfach, sondern auch ganz schnell.

Caesar Salad ist ein weltweit bekanntes Gericht, das dem Italo-Amerikaner Cesare Cardini zugeschrieben wird. Dieser betrieb um 1920 im mexikanischen Tijuana das Restaurant Caesar’s Place, wo der Legende nach dieser Salat zum ersten Mal serviert wurde. Die Hauptzutat ist Romana-Salat, der mit einem Dressing aus Eigelb, Olivenöl und Knoblauch sowie Croûtons und Parmesan serviert wird.

Rezept für Caesar Salat

Zutaten (für 2 Personen)

  • 2 Romana-Salatherzen 
  • schwarzer Pfeffer grob gemahlen oder gemörsert

  • Weißbrot / Toastbrot ohne Rinde für die Crôutons 
  • etwas Olivenöl

Zutaten für das Dressing 

  • 1 hart gekochtes Eigelb
  • 1 rohes Eigelb
  • ½ TL Dijon Senf
  • 1 EL Weißwein-Essig
  • 1 Anchovis-Filets in Salzlake
  • 1 milde Knoblauchzehe, wenn möglich von jungem Knoblauch
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 30 ml Wasser 
  • etwas schwarzer Pfeffer aus der Mühle 
  • 20 gr frisch geriebener Parmigiano Reggiano PDO

Tipp: Das Rezept ist für zwei Personen kalkuliert. Bei vier oder mehr Personen einfach die Zutaten verdoppeln oder entsprechend anpassen.  Beim Salat kalkuliert man einen Salatkopf pro Person.

Schritt 1 Dressing vorbereiten:

Ei hart kochen, abschrecken und Schale sowie das Eiweiß entfernen.  Anchovis aus der Salzlake nehmen und gründlich unter fließendem Wasser abspülen. 

Rohes Eigelb, Senf, Essig, Anchovis und Knoblauch in einer kleinen Küchenmaschine oder mit dem Stabmixer gründlich zerkleinern. Sonnenblumenöl und Wasser abmessen (kann man in einem Messbecher zusammengeben) und in einem dünnen Strahl gleichmäßig unter die Mischung heben. Die Vorgehensweise ist dabei identisch mit der Herstellung von → Mayonnaise oder → Aioli und in diesen Rezepten noch ausführlicher beschrieben. 

Ganz zum Schluss den frisch geriebenen Parmesan unterheben und gut durchmixen bis eine crèmige Sauce entstanden ist. Die Sauce in ein Schälchen umfüllen und bereitstellen. 

Schritt 2:

Weißbrot in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Brotwürfel darin knusprig braten. Beiseite stellen. 

Schritt 3:

Die Salatherzen halbieren und kurz in kaltes Wasser legen. Sand und andere Verunreinigungen gründlich ausspülen. Auf einem Geschirrtuch abtropfen lassen und trocken tupfen.

Schritt 4:

Den Grill auf volle Leistung vorheizen. Er sollte wirklich gut heiß sein. Die Salathälften mit der Schnittfläche auf den Grillrost legen, die Hitze auf 50% Leistung reduzieren und bei etwa 160° C. und geschlossenem Deckel 3-4 Minuten grillen.

Schritt 5:

Die Salatherzen wenden und nun bei offenem Deckel nochmals ca. 4 Minuten leicht bräunen. Ideal ist es, wenn der Grill einen indirekten Bereich hat, an welchem der Salat nicht der direkten Hitze ausgesetzt ist. Der ideale Garpunkt ist erreicht, wenn der Salat an den Rändern etwas anzutrocknen beginnt und leicht gebräunt ist. Er darf aber keinesfalls zu lange auf dem Rost bleiben und völlig austrocknen. Nicht vergessen, Teller und Dressing bereitzustellen

Schritt 6:

Die Salatherzen auf den Tellern anrichten, mit Pfeffer bestreuen, etwas Dressing darüber geben und sofort servieren. Praktisch ist es, ein kleines Kännchen mit dem Dressing auf dem Tisch zu stellen, damit sich die Gäste je nach eigenem Geschmack mehr nehmen können. 

Gutes Gelingen und einen ebenso guten Appetit!

Welche Erfahrungen haben Sie mit Caesar Salat oder gegrilltem Salat gemacht? Kennen Sie eine Rezeptvariation? Ich freue mich auf Ihre Ergänzungen in den Kommentaren.

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